admin – Für eine generative relazionale Pädagogik https://magnifikat.de Wertschätzung und Anerkennung in Erziehung und Bildung Mon, 06 Jul 2026 11:24:05 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0.2 https://magnifikat.de/wp-content/uploads/2016/11/cropped-P1060276-32x32.jpg admin – Für eine generative relazionale Pädagogik https://magnifikat.de 32 32 Für eine Kultur des Friedens https://magnifikat.de/2026/07/06/fuer-eine-kultur-des-friedens/ https://magnifikat.de/2026/07/06/fuer-eine-kultur-des-friedens/#respond Mon, 06 Jul 2026 11:17:51 +0000 https://magnifikat.de/?p=389 + Read More

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Aus hoch aktuellem Anlass geben wir hier noch einmal den Friedensappell wieder, der von den „Jugendlichen für eine geeinte Welt“ in Bezug auf die Balkankriege (1991 bis 2001) mit dem Titel „Für eine Kultur des Friedens“ an die politischen Organe ihrer Länder sowie die internationalen Organisationen richteten. Junge Menschen wollen Abrüstung, Rüstungskontrolle sowie eine Abkehr von der Spirale der Gewalt. Gilt unseres Erachtens auch für die aktuellen Konflikte.

FÜR EINE KULTUR DES FRIEDENS

Der Konflikt im ehemaligen Jugoslawien verursacht nach wie vor unsagbares Leid in der Bevölkerung. Er reißt aIte Wunden zwischen \/ölkem und Volksgruppen wieder auf, die bereits die Erfahrung des friedlichen ZuammenIebens und der Inklusion gemacht haben.
Mehr als zwei Jahre lang haben weder diplomatische Bemühungen noch Aktionen der internationalen Gemeinschaft, noch der Druck der öffentlichen Meinung diesem Krieg von unerhörtem Ausma8 ein Ende setzen können. Dies stellt für uns genauso eine Anfrage dar wie die gewalttätigen Auseinandersetzungen im Kaukasus, im Sudan, in So- malia, Angola, Liberia, Burundi, Sri Lanka, Afghanistan und an anderen Orten unseres Planeten.
Wir mißbilligen diese Situationen nachdrücklich. Jedes Volk hat das Recht, im eigenen Land frei und in Frieden zu leben. Nur der Respekt vor der Würde jedes Menschen und vor der Identität jeder Gemeinschaft und Jedes Volkes können ein friedliches Zusammenleben ermöglichen, nicht jedoch der Rückgriff auf das Unrecht der Gewalt.
Der Krieg auf dem Balkan hätte—wie jedes andere Blutvergießen auf unserem Paneten auch — früher beendet werden können. Stattdessen ist es zu einer weitverbreiteten Gleichgültigkeit gekommen.
Wir wenden uns mit diesem APPELL an die politischen Organe unseres Landes und an die internationalen Organisationen. Sie sollen entschiedene Maßnahmen ergreifen und die menschenverachtenden Mechanismen entlarven, die eine Fortsetzung der aktueI|en Krlege trotz der hohen \’erIuste an Menschenleben ermóglichen.
Eine Lösung des Konflikts auf dem Balkan setzt vor allem die Entwaffnung der Konfiktpartner voraus.
Nur eine wirksame Kontrolle des Weffenhandels, der von der Spirale der Gewalt profitiert, kann zu einem wahren Frieden führen. Daher fordem wir ein Ende des Gewlnnstrebens und die schrittweise Umstrukturierung der Rüstungsindustrie.
Gleichzeltig müssen auch die unmitte|baren Notsitionen angegangen werden. Daher hoffen wir auf die Bereitschaft, viele Flüchtende aufzunehmen sowie Maßnahmen der medizinischen Betreuung und der humanitären Hilfe zu unterstützen. Dafür engagieren wir uns. Denn nur die Logik der Liebe, der gegenseitigen Wertschätzung, kann die Strukturen des Todes ins Wanken bringen.
Gemeinsam mit allen, die daran glauben, bemühern wir uns, beginnend in unserem Lebensumfeld eine geeinte Menschheitsfamilie zu verwirklichen, als Antwort auf die Übel, die heute die Menschheit bedrohen.
Wir wollen unsere Gegenwart und unsere Zukunft entscheidend mitgestalten. Wir geben uns nicht zuFRIEDEn, bis der FRIEDE „ausbricht“.

 

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Unsere Zivilisation ist in Gefahr https://magnifikat.de/2026/05/30/unsere-zivilisation-ist-in-gefahr/ https://magnifikat.de/2026/05/30/unsere-zivilisation-ist-in-gefahr/#respond Sat, 30 May 2026 13:21:07 +0000 https://magnifikat.de/?p=383 + Read More

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Unsere Zivilisation ist in Gefahr
Ich verdanke US-amerikanischen, britischen und französischen Piloten mein Leben. Ohne ihren heldenhaften Einsatz wäre ich nicht auf die Welt gekommen und meine Eltern wären wahrscheinlich verhungert. Nach dem zweiten Weltkrieg versuchte die damalige Sowjetunion die drei westlichen Sektoren Berlins auszuhungern. In der sog. Blockade schlossen die sowjetischen Besatzer alle Wege in die Stadt vom 24. Juni 1948 bis 12.Mai 1949. In einer beispiellosen Luftbrücke versorgten damals die Alliierten die Bevölkerung Berlins fast ein ganzes Jahr lang ausschließlich durch die Luft mit Lebensmitteln, Kohlen zum Heizen und allem Notwendigen zum Leben.
Während dieser Blockadezeit wurde ich unter einer Petroleumlampe (Strom war abgestellt) geboren. Als junger Mensch verband ich Frieden, Demokratie, Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und die Errungenschaften unserer freiheitlich demokratischen Rechtsordnung auch mit Amerika. Außerdem setzte ich mich für internationale Völkerverständigung sowie für ein geeintes Europa ein. Ich organisierte 23 Jahre einen Schüleraustausch mit einer Schule in Frankreich, einem Land, dessen Sprache ich unterrichtete und mit dem Deutschland sehr lange bewaffnete Konflikte führte. Viele gegenseitige Freunschaften sind in diesen Jahren sowohl unter den Schülerinnen und Schülern als auch unter den Eltern und Kollegen entstanden. Meine Schülerinnen und Schüler, davon bin ich überzeugt, werden nicht mehr aufeinander schießen.
Nun stelle ich fest, dass die USA, ein Land, welches wie kein anderes für Freiheit und Demokratie steht, Sanktionen gegen Richterinnen und Richter des in Den Haag ansässigen Europäischen Gerichtshofs (IStGH) verhängte, weil das Gericht gegen Israels Premier Benjamin Netanjahu und seinen ehemaligen Verteidigungsminister Joaw Galant Haftbefehl erlassen hatte. Das Vorgehen der israelischen Regierung gegen die palästinensische Bevölkerung im Gaza-Streifen ist zu verurteilen. Es erinnert mich an mein Geburtsjahr 1949. Damals wollte Die UDSSR die Berliner Bevölkerung aushungern genauso wie Isreal das Gleiche mit der Bevölkerung des Gaza-Streifens vorhatte. Hunderte von Hilfslieferungen wurden blockiert. Außerdem starben bei Bombardierungen viele Menschen im völlig zerstörten Gaza-Streifen. Staaten und Regierungen blieben tatenlos. Dagegen leisteten Hilfsorganisationen unter ständiger Lebensgefahr wertvolle Hilfe und setzen weiterhin ihre humanitäre Arbeit fort. Eine Flottille von privaten Bootseignern startete von verschiedenen Häfen im Mittelmeer mit medizinischen Hilfsgütern, Lebensmitteln, Kleidung, usw., die auch ich unterstütze.
Die Sanktionen der US-Behörden erstreckten sich hauptsächlich auf die Chefanklägerin, Beti Hohler. Als Richterin am Internationalen Strafgerichtshof verärgerte sie mit dem Haftbefehl gegen Netanjahu und Galant den amerikanischen Präsidenten. Seine Sanktionen erstreckten sich auf das gesamte Privatleben von Frau Hohler. Ihre Kreditkarten, Bankkonten, ihre Apple-ID wurden gesperrt, Smartphone und Computer unbrauchbar gemacht, usw. Das Gericht hat sich erfolgreich von US-Dienstleistern abgenabelt. In einem Interview der ZEIT (N°18, 2026, S.17f) sagt Frau Hohl auf die Frage, ob der persönliche Preis, den sie für ihre Arbeit zahlt, nicht zu hoch sei: „Der Gedanke kam mir nie, nein. Richter müssen ihre Entscheidungen unabhängig treffen, ohne Furcht oder Begünstigungen, selbst wenn damit persönliche Nachteile verbunden sind. Nur so sorgen wir für Gerechtigkeit und Rechtsstaatlichkeit. Es war mir immer wichtiger, etwas Sinnvolles zu tun, als ein besonders bequemes Leben zu haben. Der IStGH ist für die internationale Gemeinschaft von so entscheidender Bedeutung. Eine Institution, die Opfern schwerster internationaler Verbrechen Gerechtigkeit widerfahren lassen kann, wenn Staaten selbst nichts tun, war vor 80 Jahren noch eine radikale Idee. Heute ist sie Realität. Dieses Gericht ist eine zivilisatorische Errungenschaft. Sein Mandat zu schützen, dieser Institution zu dienen, war und ist ein Privileg. Die Sanktionen, so einschneidend sie sind, ändern das nicht.“
Frau Hohl hat meine ungeteilte Hochachtung. Solange wir solche Richterinnen und Richter haben, ist mir nicht bange um die Demokratie in unserem Europa. International ist noch viel zu tun. Israel hat das Recht, in Frieden und Freiheit zu existieren. Dieses Recht bescheinigt die im Jahr 1948 verfasste und inzwischen von 147 Ländern unterzeichnete „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ jedem Volk, jeder Person.

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Einführung in meinen Blog https://magnifikat.de/2026/04/19/einfuehrung-in-meinen-blog/ https://magnifikat.de/2026/04/19/einfuehrung-in-meinen-blog/#respond Sun, 19 Apr 2026 15:28:18 +0000 https://magnifikat.de/?p=380 + Read More

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Als Lehrer für Ethik und Französisch an Berliner Gesamtschulen legte ich Wert auf ein gutes Lernklima in den multikulturellen und multiethnischen Klassen und Gruppen, die ich 40 Jahre unterrichtete. Ein Beispiel:
In meinen Ethikunterricht einer 9. Klasse lud ich einen mir befreundeten Wissenschaftler und Autor aus einem Studienkreis ein, um dem Unterricht ein wenig Abwechslung zu verleihen und der Gruppe einen Motivationsschub zu geben. Diese Klasse war eine meiner angenehmeren Gruppen. Ich bat den Wissenschaftler, mit der Gruppe ein philosophisches Gespräch über Menschenrechte zu initiieren. Das war für die Gruppe eine neue, motivierende Situation. Als Fachlehrer wollte ich so wenig wie möglich eingreifen, um den Diskussionsfluss nicht zu unterbrechen. Der Philosoph hatte Schwierigkeiten, mit der ihm fremden Situation umzugehen. Am darauffolgenden Tag schrieb er mir eine Stellungnahme zu der Doppelstunde, indem er seine Bewunderung für meine Arbeit und die meiner Kolleginnen und Kollegen aussprach, sich aber darüber beklagte, dass „die Schüler und Schülerinnen dem Lehrenden, dem Gast und sich selbt ja gar keine Chance (gäben) mit ihrem aufgedrehten Gehabe.“ Ich freute mich aber , denn oft über die rege Beteiligung. Weiter sagte er: „Dass du das aushältst mit den Schülern, ist für mich unbegreiflich. Ich hatte den Rest des gestrigen Tages einen Brummschädel (er war lediglich eine Doppelstunde anwesend) und heute bin ich heiser. Ich bin es nicht gewohnt, ständig auf Fragen zu reagieren, die die Richtung des Gesprächs ändern.“ Daran war ich gewohnt, denn oft ließ ich spontane Äußerungen zu, um die Motivation nicht abzuwürgen und das Gespräch im Gang zu halten. Dann gab er mir mein Freund Tipps: „Das müssen die Schüler m.M.n. auch lernen: Den Stand eines Gesprächs einschätzen und das persönliche Anliegen darauf abstimmen. Das ist auch eine Frage des Respekts. Nicht immer »sein Ding« durchboxen zu wollen. Das gilt unabhängig vom Leistungsstand. Die Fragen waren für sich genommen sehr interessant, nur hatte ich ja kaum Zeit, darauf einzugehen, dann kam schon wieder was anderes. Der Aspekt des „voneinander Lernens“ ist ganz wichtig, denn man hat ja von der Wortmeldung anderer auch etwas, wenn man denn zuhört!“
Das ereignete sich ungefähr zu Beginn der 2000er Jahre. Diese von meinem Freund geforderten Verhaltensweisen wurden bereits Jahre zuvor zu Hause nicht mehr vermittelt. Die Situation verschärfte sich kontinuierlich bis heute. Die Schülerinnen und Schüler waren immer weniger in der Lage, sich auf den unterricht zu konzentrieren. Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht in den Medien von Gewalt an unseren Schulen berichtet wird. Im Schulgesetz der deutschen Bundesländer ist der Erziehungsauftrag festgeschrieben, der natürlich auch anständiges, respektvolles Verhalten sowohl den Mitschülern als auch dem Lehrpersonal gegenüber beinhaltet. Diskriminierungen sowie Beleidigungen sind bereits Formen verbaler Gewalt, die bei Jugendlichen ganz schnell eskalieren können. Wenn ein derartiges Verhalten massiv auftritt und sich Halbwüchsige zusammenrotten, können Lehrerinnen und Lehrer dem wenig entgegensetzen. Deshalb ist es nicht verwunderlich, wenn es kaum noch Menschen gibt, die den Lehrerberuf ergreifen wollen. Ich selbst erlebte, dass ein Quereinsteiger, ein Schrank von einem Mann, der beim Hereinkommen zuerst seinen Motorradhelm im Lehrerzimmer deponierte, es nur drei Wochen an meiner Schule aushielt.
In den letzten zehn Jahren meiner beruflichen Laufbahn machte ich eine für mich irritierende Erfahrung: Ich fand kaum noch Zugang zu meinen Schülerinnen und Schülern. Der persönliche Bezug hatte meinen Unterricht all die Jahre getragen, denn ich war der Überzeugung, dass Kinder und Jugendliche nur dann Lernbereitschaft zeigen, wenn sie sich angenommen fühlen und u.a. durch mich Anerkennung finden. Diese Überzeugungen wurden durch die Erziehungswissenschaft gedeckt (vgl. u.a. Prengel). Ich stellte mir die Frage, ob ich unflexibel geworden sei oder ob meine Methoden sowie die didaktische Herangehensweise überholt seien. Das war jedoch sehr unwahrscheinlich, weil ich als Fachbereichsleiter immer wieder junge Kolleginnen und Kollegen für das Lehramt anleitete und auch von ihnen für meinen eigenen Unterricht viel übernehmen konnte.
Dem Problem wollte ich auf den Grund gehen, reduzierte meine Unterrichtsverpflichtungen, besuchte Lehrerweiterbildungen und konsultierte die erziehungswissenschaftliche Fachliteratur. In den Jahren 2006/07 besuchte ich vom Senat von Berlin eingerichtete Weiterbildungsveranstaltungen zur Erlangung der Lehrbefähigung im Fach Ethik. Dieses Fach wurde für die Mitelstufe mit zwei Wochenstunden verpflichtend in den Stundenplan integriert, vor allem, um der zunehmenden Gewalt an den Schulen engegen zu wirken. Zunehmende Beziehungsstörungen bei den Schülerinnen und Schülern und Konzentrationsschwächen wurden auf grawierende gesellschaftliche Veränderungen zurückgeführt. Auf derartige Entwicklungen kann die Schule nur bedingt reagieren. Es handelt sich um „gesellschaftliche Prozesse, die das Erwachsenen-Kind-Verhältnis verändern. (…) Die Auffälligkeiten, um die es dabei geht, können beispielsweise eine zunehmend fehlende Lern- und Leistungsbereitschaft sein, genauso wie Schwierigkeiten im sozialen Miteinander, fehlende Fähigkeiten, in Konflikten eigene Anteile zu sehen, oder Wahrnehmungsprobleme. (…) Es fehlt sowohl an Fähigkeiten in den ganz normalen Kulturtechniken wie Lesen und Rechnen als auch an Sekundärtugenden wie Arbeitshaltung, Pünktlichkeit, Höflichkeit und Umgang mit anderen Menschen. Abläufe werden nicht erkannt, so dass viele Arbeiten gar nicht geleistet werden können, es fehlt an Empathie und dem Blick für die Bedürfnisse der Kollegen, so dass eine gedeihliche Zusammenarbeit kaum möglich ist.“
So die Analyse, die meine Selbstzweifel zerstreute und mir die Zuversicht verlieh, dass wir als Kollegium die Möglichkeit hatten, in Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten sowie allen Beteiligten diese unbefriedigende Situation zum Besseren wenden zu können. In der einschlägigen Literatur fanden wir dann auch Vorschläge. Ausschlaggebend für mich war, dass sich die Beziehung zu meinen Schülerinnen und Schülern durch eine veränderte Einstellung ihnen gegenüber zum Besseren wendete. Die konsequente Einhaltung von Regeln und Routinen ist m.M.n. eine der wichtigsten Handlungsoptionen in der Erziehung: Zwei Schülerinnen meiner Klasse zeigte ich bei der Polizei an. Sie beleidigten und schubsten mich, als ich sie am Rauchen auf dem Schulhof hindern wollte. Sie grüßten mich mehr als ein Jahr nicht mehr. An einem ihrer letzten Tage ging ich kurz vor der Verabschiedung im Gang an ihnen vorbei. Sie sagten: „Sie waren unser bester Lehrer.“
Traumatisierte Kinder kommen aus Krisengebieten in unsere Kitas und Schulen. Sie wissen nicht, was Frieden ist und verhalten sich oft aggressiv. Sie transportieren gewaltgeladene Strategien dorthin, wo sie unterrichtet werden, auch in Gebiete ohne kriegerische Auseinandersetzungen. Ihnen zu vermitteln, dass es auch andere Umgangsforman als die Gewalt gibt, darum bemühen sich viele meiner Kolleginnen und Kollegen sowohl hier in Europa als auch im Nahen Osten, in Afrika, Südamerika, Pakistan, mit denen ich monatlich in Videokonferenzen Erfahrungen austausche. Weltweit gibt es unzähligen Initiativen. Auch in Krisengebieten wird unter schwierigsten Bedingungen Unterricht erteilt. Lehrerinnen und Lehrer setzen ihr Leben aufs Spiel, um Kindern Bildung zu vermitteln. Bildung ist Voraussetzung für ein menschenwürdiges Leben und kann daher dazu beitragen, Gewaltanwendungen zu verhindern. „Zu erziehen bedeutet, den Frieden aufzubauen“ sagt Andrea Riccardi, der Gründer der Gemeinschaft Sant’Egidio, die in über 70 Ländern „Schulen des Friedens“ unterhält.
Vor einiger Zeit erhielt ich folgende Reaktion auf meine Arbeit: „Das Thema »reflexives Lernen« sowie andere Themen, die Sie in Ihrer bemerkenswerten Internetpräsenz vorstellen, halte ich in der heutigen gesellschaftlichen Situation für eminent wichtig und werde regelmäßig dieses Forum besuchen.“
Seit einigen Jahren arbeite ich zusammen mit einer erziehungswissenschaftlichen Arbeitsgruppe zu international relevanten Themen. Michele de Beni, Professor für Erziehungswissenschaft an der Universität von Trient und Schüler von De Bono, sagte vor Kurzem den bemerkenswerten Satz: „Die Erziehungswissenschaft ist nicht eine, sondern die Wissenschaft, die die Gesellschaft notwendig braucht, eine Not-wendigkeit (d.h. Not zu wenden) unserer Zeit.“ Weiter sagt er:
„Die Erziehung ist das wertvollste Gut, aber wenn es in dieser unserer „vaterlosen“ Gesellschaft eine Not gibt, die größer ist als alle anderen, dann ist es ausgerechnet der Auftrag und die „Berufung“ des Erziehers. Es besteht also die Dringlichkeit für die Erziehung, ein Zusammenspiel von Kräften und Ideen zu schaffen. Es muss wieder ein schöpferischer Schwung für die junge Generation entstehen und vor allem eine neue Leidenschaft zur Erziehung. Es fehlen auf der Welt nicht die finanziellen Mittel, um die Unterweisung zu bezahlen, es fehlen die Lehrer, die Erzieher, diejenigen, die bereit sind, einem Ruf zu folgen, sich hinzugeben, der Erziehung eine Seele zu geben“ (aus einem unveröffentlichten Manuskript).

Die folgenden Ausführungen beanspruchen keine Wissenschaftlichkeit im strengeren Sinn und erheben nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Trotzdem wird Wert auf korrekte, möglichst genaue und stringente Formulierungen gelegt, weil es um ethische Werte sowie um geisteswissenschaftliche Inhalte geht.
Ich verwende meist das generische Maskulinum, weil ich der Sprachwissenschaft folgen möchte: „Die Endung -er im Deutschen, die so viel zu reden gibt, ist bloß eine Markierung. Sie macht aus einem Menschen, der lehrt, einen Lehrer. «Lehrer» ist, sprachwissenschaftlich betrachtet, nichts anderes als eine reine Funktionsbezeichnung, ohne allen Bezug zum biologischen Geschlecht. Das generische Maskulinum setzt also nicht Mann und Mensch gleich (und erniedrigt Frauen zu Un- oder Untermenschen), sondern es verhält sich gerade umgekehrt: Mit «Lehrer» ist ohne kontextuelle Angaben erst mal nur der Beruf gemeint. Ist hingegen von einer «Lehrerin» die Rede, sind zwingend sowohl Beruf als auch das biologische Geschlecht genannt.“ Scheu bezeichnet demnach das Missverständnis, dass das generische Maskulinum Frauen diskriminire als einen „Kurzschluss und eine zweifelhafte sprachphilosophische Prämisse“. Genauso wie Scheu sehe ich die Ursache für den Ausschluss von Frauen nicht in mangelnden Wortformen, sondern in sozialen Konventionen. „Wer die Sprache per dekret verbiegt, ändert dadurch nicht die zoziale Wirklichkeit, sondern betreibt bloß Machtpolitik im Dienste der eigenen Agenda.“
In diesem Zusammenhang noch eine persönliche Anmerkung, Stichworte: Rechtsradikale Parolen, Gemeinsinn: gesellschaftlicher Konsens.
Mit großer Sorge beobachten wir in den letzten Jahren Bestrebungen, die die Werte der Demokratie, die Grundlagen unserer liberalen auf Humanität und Menschenrechte basierenden Demokratie infrage stellen und angreifen. Rechts- und linksextreme, menschenfeindliche Parteien und Organisationen versuchen, in die Bildung unserer Kinder einzugreifen. Nach Hendrik Cremer, Jurist und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Institut für Menschenrechte in Berlin (DIMR) sagt, es gehöre zur Strategie der AfD, Bildungsträger einzuschüchtern. Das dürfen wir uns nicht gefallen lassen und müssen unsere wehrhafte Demokratie mit Entschiedenheit verteidigen. Es ist zu hoffen, dass die angegriffenen Bildungsträger genug Selbstbewußtsein aufbringen, sich gegen Diffamierungen und Diskriminierungen jeder Art zur Wehr zu setzen. Denn Bildung ist unser höchstes Gut. Das lassen wir uns nicht kaputt machen. Cremer zum Neutralitätsgebot in der Bildung: „Rassistische Positionen stellen den Grundsatz der allen Menschen gleichermaßen zustehenden Menschenwürde und den damit einhergehenden Grundsatz der Rechtsgleichheit aller Menschen infrage.“ Das sind nicht verhandelbare Grundsätze des Grundgesetzes.
Soll Frieden nicht ein weit entferntes Ziel bleiben, ist der Weg dorthin durch Annäherung, Verständnis, Dialog, kurz durch Beziehungen gekennzeichnet. Deshalb gehen wir von Erkenntnissen der relativ neuen Relationalitätstheorie sowie der modernen Anthropologie aus. Die Prämisse, dass alle Dinge des gesamten Universums miteinander in Beziehung stehen, ist seit einigen Jahren Konsens und betrifft alle Wissensgebiete.
Eine ethische Gestaltung dieser Beziehungen in Schule und Gesellschaft im Hinblick auf das Friedensziel steht im weiteren Verlauf im Vordergrund. Dabei kommen sowohl die Grundlagen menschlicher Beziehungen sowie Eigenschaften wie Wertschätzung, Anerkennung, Empathie, Mitgefühl, auch Ambivalenz … zur Sprache.

Berlin, im Januar 2025

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Warum ich dieses alles hier schreibe https://magnifikat.de/2026/03/25/warum-ich-dieses-alles-hier-schreibe/ https://magnifikat.de/2026/03/25/warum-ich-dieses-alles-hier-schreibe/#respond Wed, 25 Mar 2026 13:02:50 +0000 https://magnifikat.de/?p=376 + Read More

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Seit Beginn, nun schon seit über 20 Jahren, meiner intensiven erziehungswissenschaftlich-philosophischen Recherchen, versuche ich, das moralische Wirken einer Ethik der Wertschätzung vor allem in der Erziehung über theistische Quellen hinaus zu begründen ohne in eine „entgleisende Säkularisierung“ (Habermas) zu verfallen. Dadurch beabsichtige ich, eine Öffentlichkeit zu erreichen, für die Menschenwürde kein Fremdwort ist. Moralische und spirituelle Erwägungen sollen in diese Ethik mit einfließen. Ethik kommt nicht ohne Moral aus (Prengel, 2020), wobei unbedingt ein Essenzialismus zu vermeiden ist. „Den Wert einer bedingungslosen Liebe von Eltern zu ihren Kindern, unabhängig von deren Fähigkeiten; die Bejahung des Unverfügbaren, die den Drang nach Beherrschung und Kontrolle zügelt; die Würdigung von Kindern als Gaben, die nicht Objekte unseres Ehrgeizes sind. (…) Die Ethik der „Gabe“ entstehe, wenn wir Menschen als Geschöpfe Gottes verstehen“ (Sandel in ZEIT N°13, 2026). Jedoch kann ich einen anderen Menschen auch ohne die Religion zu bemühen als Geschenk betrachten, weil ich der Ansicht bin, dass die Gegenwart des Anderen, egal welcher Hautfarbe, Rasse und Religion er bzw. sie sich zugehörig fühlt, sowohl für mich als auch für die Allgemeinheit in jeder Hinsicht bereichernd ist. Das ist vielleicht das schwierigste Unterfangen unter Menschen überhaupt, weil es erfordert, den Anderen nicht als Gegner, sondern ihn als einen Menschen annimmt, der das gleiche Schicksal teilt, der ebenso vulnerabel ist {Pelluchon). Viele spirituellen Impulse beziehe ich aus der Spiritualität der internationalen Fokolar-Bewegung. Im Jahr 2004 schloss ich mich einer Gruppe von Pädagogen an (edu4unity.org), reduzierte meine Unterrichtsverpflichtung, um mich verstärkt der erziehungswissenschaftlichen Forschung widmen zu können.
Negative Erfahrungen einer autoritären Ideologie, die im Namen eines vermeintlich „höchsten Gutes“ Autonomie, Rechte und die Menschenwürde verletzten, veranlassten mich jedoch trotzdem, in einer weltanschaulich pluralistischen Gesellschaft Vorstellungen des Guten schützen zu wollen, ohne die in religiösen Überlieferungen aufbewahrten Gehalte zu vernachlässigen. Dazu gehört z.B die Vorstellung des Menschen als ein gemeinschaftlich handelndes Wesen in geschwisterlichen Beziehungen.s. auch https://magnifikat.de/wp-content/uploads/2025/07/Geschwisterlichkeit-1.pdfIn diesem Sinne kann ein Individuum auch als Geschenk, also eine Bereicherung für alle anderen und als einzigartig (dich gibt es kein zweites Mal, das begründet deinen unantastbaren Wert an sich) angesehen werden. Dieses Denken kann zu einer Spannung führen gegenüber den Anforderungen einer liberalen Neutralität. Diese Spannung legt Sandel nicht als Schwäche, sondern als Stärke aus.
„Was allein uns wirklich helfen kann, meine ich, ist »réfléchir«. Nachdenken. Und denken heißt stets kritisch denken. Und kritisch denken bedeutet stets, dagegen sein. Hannah Arendt sagt, dass es keine gefährlichen Gedanken gäbe, „aus dem einfachen Grund, dass das Denken selber ein solch gefährliches Unterfangen ist“ und sie fügt hinzu: „Nicht-Denken allerdings, glaube ich, ist noch gefährlicher“ (Arendt, 2005).
Ich verwende keine KI!
Ralf Kennis im März 2026

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Frühe Bildung in der Krise https://magnifikat.de/2026/02/03/fruehe-bildung-in-der-krise/ https://magnifikat.de/2026/02/03/fruehe-bildung-in-der-krise/#respond Tue, 03 Feb 2026 10:10:02 +0000 https://magnifikat.de/?p=371 + Read More

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Kindgerechte frühe Bildung in der Krise

Kurz vor Weihnachten schockierte eine Bertelsmann-Studie, die besagt, dass „pädagogisches Fehlverhalten gegenüber Schutzbefohlenen (…) in vielen Kitas zum Alltag“ gehöre. Erschreckend ist, dass wissenschaftliche Erkenntnisse immer noch keinen Eingang in die alltägliche Erziehungspraxis gefunden haben.

Bereits vor mehr als 10 Jahren wiesen namhafte Erziehungswissenschaftlerinnen (Prengel 2013, Prengel/Winklhofer 2014) nach jahrelangen empirischen Forschungen nach, dass die Qualität pädagogischer Beziehungen sowie eine menschenrechtlich begründete Pädagogik entscheidend zu einer positiven  Entwicklung der Heranwachsenden beiträgt. „Intersubjektive Interaktionen können in wie auch immer strukturierten Bildungssituationen und Settings eher inkludierende, Vielfalt unterstützende oder eher exkludierende, Vielfalt zerstörende Tendenzen aufweisen“[1]. Die Befunde aus den Untersuchungen des Projektnetzes „INTAKT“ belegen u.a.: „Anerkennungen ermöglichen tendenziell Lernen. Verletzungen blockieren tendenziell Lernen.“[2]

Die UN Kinderrechtskonvention von 1989 und die darin enthaltenen Kinderrechte verteidigen nicht nur das Wohl der Kinder, sondern tragen auch „zur Entwicklung positiver Qualität pädagogischer Beziehungen“ bei.[3]

Als Dank für Annedore Prengels „einzig- wie großartiges Wirken“ wurde ihr im Juni des vergangenen Jahres 2025 das Große Bundesverdienstkreuz am Bande des Bundesverdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an der Universität Potsdam verliehen. Gewürdigt wurden ihre Recherchen auf den Gebieten der „Schulreformen, pädagogisch-didaktische Diagnostik, Demokratie-Erziehung, Vielfalt in Migrationsgesellschaften, Frauen- und Geschlechterforschung, Kinderrechte, Menschenrechtsbildung.“ Wegweisend in der Erziehungswissenschaft sind Prengels Ansätze in ethischer Pädagogik. „Für die tagtäglichen Erfahrungen, die persönliche Entwicklung, das kognitive Lernen und die demokratische Sozialisation der Kinder und Jugendlichen ist die Qualität pädagogischen Handelns von existenzieller Bedeutung. Sie ist biografisch und gesellschaftlich folgenreich. Darum gehört zur Pädagogik die Frage, wie sie auf verantwortliche Weise gut gestaltet werden kann. Eine ethisch orientierte Pädagogik fragt, wie gute und schlechte Handlungsweisen unterschieden werden können.“[4]

Prengel thematisierte, „was heute wichtiger denn je für gelingenden Unterricht in unserer heterogenen Gesellschaft ist“ (mwfk.brandenburg.de). Das bezieht sich nicht nur auf Schule und Unterricht, sondern auch auf die tägliche Erziehungspraxis in Familie und Gesellschaft (z.B. In Vereinen).

Auf diesem Hintergrund ist das in der Studie der Bertelsmann-Stiftung dokumentierte „pädagogische Fehlverhalten“ unverständlich. Berichtet wird von „alarmierenden Zahlen“.[5] Fast täglich sähen sich Teammitglieder genötigt einzugreifen, um die Kinder emotional oder körperlich vor verletzendem und übergriffigem Verhalten des Personals zu schützen. „In den meisten Kitas herrscht kein Konsens darüber, wie man angemessen mit den Kindern umgeht. – So zumindest erleben es die Mitarbeitenden. Diese Erkenntnis ist erschütternd, sie bietet aber auch großes Veränderungspotenzial. Hier könnte man ansetzen, die Fachkräfte fortbilden, ihnen mehr Sicherheit geben und die Teamarbeit stärken.“[6] Als Beispiel führt Schoener die Kinderschutz-Abteilung bei Fröbel an. Eine weitere Möglichkeit bieten die Reckahner Reflexionen, die Leitlinien für ethische Aspekte in pädagogischen Berufen beinhalten.

Prengels Werke, die auf  Befunden aus dem Projektnetz „INTAKT“ u.a. basieren, stellen den in der Ausbildung befindlichen Erzieherinnen und Erziehern sowie Sozialpädagogen und Sozialpädagoginnen ethisch fundierte Handlungsoptionen bereit. Es ist an der Zeit, aus wissenschaftlichen Erkenntnissen konkrete Handlungsoptionen ableiten zu können. Gute Ergebnisse zu erzielen scheint aber in der Praxis  nicht so einfach durch Workshops und Weiterbildungen realisierbar. „In fast allen Kitateams besteht Uneinigkeit darüber, was ein angemessener Umgang mit Kindern bedeutet“, obwohl in der Literatur genügend Beispiele angemessenen sowie unangemessenen Verhaltens aufgeführt werden.[7]

In Reckahn bei Potsdam mit seinem Schulmuseum und dem Rochow-Museum hat Prengel zusammen mit ihrem Mann, dem Bildungshistoriker Hanno Schmitt und einer Gruppe hochrangiger Bildungsexperten einen kulturellen Erinnerungsort und eine dort ansässige Weiterbidungsstätte geschaffen. Angebote gibt es für Grund- und Oberschulen, Gymnasien, Studierende und Fortbildungsveranstaltungen für Lehrkräfte.[8] Ebenfalls werden Online-Kurse und Materialien, die sich mit dem Thema ethischer pädagogischer Beziehungen befassen, angeboten.

Reckahn ist ein Ort, der über die Grenzen Brandenburgs hinaus Bedeutung erlangt hat. Im Mai 2022 erhielt ich mit einigen Kolleginnen und Kollegen eine exklusive Führung durch diesen einzigartigen Erinnerungsort. Der Gründer und Initiator des Museums, der Bildungshistoriker Prof. Dr. Hanno Schmitt,  nahm sich Zeit für ein längeres Gespräch, führte uns persönlich, zeigte uns auch das historische Schulhaus sowie den angrenzenden Park.[9]

Ein Beispiel gelungener ethisch wertvoller Erziehungspraxis bereits im 18. Jahrhundert war der Unterricht des Lehrers Heinrich Julius Bruns: „Wie in der Aufklärungspädagogik insgesamt war der selbsttätige Schüler ein ganz zentrales Unterrichtsziel: «Man hat es dahin gebracht, dass die Schule […den Schülerinnen und Schülern] ein angenehmer Aufenthalt ist, und dass jede Beschäftigung in derselben ihnen zum Vergnügen gereicht. Der größte Teil der Kinder eilt daher wirklich mit Freuden zum Unterricht, und nimmt mit einem heiteren Gesicht daran Theil. Die Beispiele sind nicht selten, dass Kinder, die etwa zu Hause gebraucht werden sollen, ihre Eltern gebeten haben, sie die Schule nicht versäumen zu lassen. […] Ja schon bey den Kleinsten äußert sich diese Liebe zur Schule.“[10]

Die bedeutsamen Werke von Prengel, Winklhofer und dem Team können eine wertvolle Grundlage für die in der Ausbildung befindlichen Erzieherinnen und Erzieher sowie Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen darstellen. Es ist an der Zeit, aus wissenschaftlichen Erkenntnissen konkrete Handlungsoptionen ableiten zu können. „In fast allen Kitateams besteht Uneinigkeit darüber, was ein angemessener Umgang mit Kindern bedeutet“, obwohl in der Literatur genügend Beispiele angemessenen sowie unangemessenen Verhaltens aufgeführt werden.[11]

Nun ist die Ursache dieser Missstände in den Kitas aber nicht nur beim Personal zu suchen, sondern die privaten un d öffentlichen Träger sind in der Verantwortung, für bessere Arbeitsbedingungen zu sorgen. Wenn die Gruppen zu groß sind und der Arbeitsaufwand einfach nicht mehr zu bewältigen ist, erhöht sich der Krankenstand. Dann steht noch weniger Personal für die Kinder zur Verfügung. In Finnland oder Norwegen gibt es Gruppengrößen von 6 Kindern, bei uns sind es 15.

Neuere Studien vom Januar 2026 zufolge sei „ein Großteil der Kindertagesstätten in Deutschland (…) von Personalmangel betroffen. Lediglich jede siebte Einrichtung verfüge über die wissenschaftlich empfohlene Personalbesetzung, um eine gute frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung zu gewährleisten.“[12] Es wird darauf hingewiesen, dass der Personalmangel negative Auswirkungen auf die Entwicklung der Kinder haben kann zumal es in der Untersuchung heißt, daß „für eine hochwertige Förderung von Kindern mit besonderen pädagogischen Anforderungen“ zusätzliche Personalstunden erforderlich sind. Nur dann könne eine kindgerechte frühe Bildung erreicht werden, „wenn die Mitarbeitenden pädagogisch qualifiziert seien und die Teamprozesse gut funktionierten.“[13] In 2024 verfügten jedoch ein Drittel der Kitas in einigen Bundesländern „über die bestmöglichen Personalressourcen“.[14]

 

[1] Prengel, A.: Pädagogische Beziehungen zwischen Anerkennung, Verletzung und Ambivalenz, Verlag Barbara Budrich, Opladen, Berlin, Toronto 2013, S. 15.

[2] Prengel, a.a.O., S.115.

[3] Prengel, A., Winklhofer, U. (Hrsg): Kinderrechte in pädagogischen Beziehungen, Band 2: Forschungszugänge, Verlag Barbara Budrich, Opladen Berlin Toronto 2024, S. 12.

[4] Prengel, A.: Ethische Pädagogik in Kitas und Schulen, Beltz, Weinheim Basel, 1. Aufl. 2020, S. 7.

[5] Schoener, J.: Wenn die Erzieherin schubst, in: Zeit N° 53 vom 11. Dezember 2025.

[6] Schoener, a.a.O.

[7] Vgl.: Prengel: Pädagogische Beziehungen …, a.a.O.

[8] https://reckahner-museen.byseum.de/ Zugriff am 3.1.2026.

[9] https://magnifikat.de/wp-content/uploads/2021/04/Rochow-Musem-Reckahn.pdf

[10] Tosch, F. (Hrsg): »Er war ein Lehrer« Heinrich Julius Bruns (1746-1794), Beiträge des Reckahner Kollegiums anläßlich seines 200. Todestages, Universität Potsdam 1995, S. 28.

[11] Vgl.: Prengel: Pädagogische Beziehungen …, a.a.O. sowie Prengel, Ethische Pädagogik.

[12] www.zeit.de vom 28.01.2026: Großteil der Kitas laut Studie von Personalmangel betroffen, Zugriff am 31.1.

[13] Ebd.

[14] Ebd.

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Mangelnde Sicherheit in Nigeria ist ein Bildungsproblem https://magnifikat.de/2026/01/08/mangelnde-sicherheit-in-nigeria-ist-ein-bildungsproblem/ https://magnifikat.de/2026/01/08/mangelnde-sicherheit-in-nigeria-ist-ein-bildungsproblem/#respond Thu, 08 Jan 2026 15:16:29 +0000 https://magnifikat.de/?p=366 + Read More

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„Die mangelnde Sicherheit in Nigeria ist letztlich kein militärisches Problem. Wir klagen über Banditen und Terroristen, vergessen aber, dass die Gesellschaft sie hervorgebracht hat. Laut Unicef ist die Zahl der Kinder, die in Nigeria keine Schule besuchen, auf rund 18,3 Millionen gestiegen, wobei die Angst vor Anschlägen viele davon abhält, zur Schule zu gehen. Ein Kind, das nie ein Klassenzimmer betritt, wird leicht zum Werkzeug von Extremisten. Ein Schulabbrecher ist anfällig für die Rekrutierung durch Kriminelle. Ein junger Erwachsener ohne Zukunft kann zur Waffe in den Händen eines jeden werden, der ihm Geld anbietet. Wir sagen: wenn der Geist leer ist, findet Gewalt einen Platz. Bei dieser Krise geht es weniger um Waffen als um Werte: Das Mitgefühl fehlt, die Moral ist geschwächt, das Verantwortungsgefühl verschwunden. Es fehlt uns an Menschlichkeit. (…) Um ein neues Nigeria aufzubauen, muss zuerst das Bildungswesen reformiert werden, denn dort beginnt die Unsicherheit. Nigeria muss gebildet werden, bevor es sicher sein kann.“ Erzbischof Ignatius Ayau Kaigama im ZEIT-Interview (ZEIT N°1 vom 30. Dezember 2025 „Die Gewalt trifft uns alle“)

Analog trifft das Gesagt auf Kriege und andere gewaltsame Konflikte zu.

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Andere Länder erobern ist Raub https://magnifikat.de/2026/01/08/andere-laender-erobern-ist-raub/ https://magnifikat.de/2026/01/08/andere-laender-erobern-ist-raub/#respond Thu, 08 Jan 2026 14:55:13 +0000 https://magnifikat.de/?p=363 + Read More

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Trump will Grönland völkerrechtswidrig annektieren. Das hat negative Auswirkungen bis in unsere Klassenzimmer.
Als Ethiklehrer i.R. Bin ich der Meinung, dass die Friedensbildung in den Lehrplänen einen höheren Stellenwert erhalten sollte. Mit seinem Verhalten destabilisiert Trump die noch bestehenden Werte und Ordnungen. Trump liefert meiner Meinung nach vielen Staatsoberhäuptern Argumente, auch ihrerseits andere Länder und Gebiete zu überfallen und zu annektieren. Solch ein Verhalten ermutigt die Heranwachsenden, sich von anderen das anzueignen, was sie gerne hätten, vielleicht sogar mit Gewalt. Damit hätten wir Anarchie.

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Gewaltfreie Verteidigung https://magnifikat.de/2025/11/08/gewaltfreie-verteidigung/ https://magnifikat.de/2025/11/08/gewaltfreie-verteidigung/#respond Sat, 08 Nov 2025 14:20:42 +0000 https://magnifikat.de/?p=359 + Read More

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Unter der Überschrift „Können wir uns nur mit Waffen verteidigen?“ veröffentlichte DIE ZEIT einen Artikel des Philosophen Olaf L. Müller (Zeit N°43 v. 9. Oktober 2025), den ich für bemerkenswert halte, weil er das anspricht, was ich in meinen Artikeln seit mehreren Jahren versuche sowohl argumentativ als auch der Statistik und wissenschaftlichen Erhebungen folgend zu belegen ohne in utopistische bzw. unrealistische Statements abzudriften.

Zur aktuellen „Bedrohungs- und Gefährdungssituation“ in der EU, die herbeigeredet und m.M.n. stark überbewertet wird, baut die entsprechende Lobby (Militärs, Politiker und Politikerinnen) ein Szenario auf, dem zu widersprechen kaum ein Akteur sich anscheinend in der Lage fühlt. Immer mehr und immer gefährlichere Waffensysteme sollen das Abschreckungspotenzial erhöhen, der Wehrdienst wird wieder eingeführt, usw. Seit Jahren schreibe ich dagegen an ohne mich den Parteien anzubiedern, die Russland hofieren: Friedenstüchtig zu werden ohne Aufrüstung. Hier nun ein erfreulicher, hoffnungsvoller Essay, in dem die Chancen des gewaltfreien Widerstands eine „große Erfolgsquote“ zugeschrieben werden sowie: „Es gibt nämlich (…) eine Vielfalt gewaltfreier Aktionsformen, die sich stetig weiter entwickeln und sowohl an die Situation als auch an die Möglichkeiten des jeweiligen Akteurs anpassen lassen.“ Müller zitiert namhafte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (nicht nur Gandhi, Nelson Mandela oder Martin Luther King, die zweifellos einen großen Einfluss auf die Friedensbewegungen weltweit hatten und noch haben; vgl. dazu Palaver, W.: Für den Frieden kämpfen). Ansätze, die der „Überlegenheit des gewaltfreien Widerstands das Wort“ gaben sowie Beispiele für Gesellschaften werden angeführt, „die sich gewaltfrei den Klauen der Tyrannei zu entwinden wussten“. Müller bezeichnet die Reaktionen von Politikern und NATO als falsch, zitiert Chenoweth, Semelin und andere, die dem gewaltfreien Widerstand fast immer eine größere Erfolgsaussicht bescheinigen, wenn er im Vorfeld von Krieg und Unterdrückung systematisch eingeübt und vorbereitet würde. Die Welt benötigt Menschen, die nicht dem Pessimismus nachgeben, sondern gemeinsam mit Vielen diese gewaltfreien Argumente im Gepäck haben, damit wir nicht in eine weitere Katastrophe hinein schlittern. Dazu gehört, nie das Gespräch abreißen zu lassen ohne das eigene Rückgrat aufzugeben. Müller führt keine abstrakten bzw. komplizierten philosophischen Konstrukte oder idealisierte Utopien an, sondern begründet Gewaltfreiheit durch Darstellung konkreter Aktionen in der Vergangenheit. Dabei vergißt er nicht, dass „der gewaltfreie Arm unseres Verteidigungssystems (…) in die gesamte Gesellschaft hineinwirken müsste und (…) zuallererst auf die Stärkung ihrer Widerstandskraft“ setzen müsste. Also Verteidigung und Widerstand aber ohne Waffen!

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80 Jahre UN-Charta von Josef Bordat https://magnifikat.de/2025/11/02/80-jahre-un-charta-von-josef-bordat/ https://magnifikat.de/2025/11/02/80-jahre-un-charta-von-josef-bordat/#respond Sun, 02 Nov 2025 12:37:59 +0000 https://magnifikat.de/?p=356 + Read More

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80 Jahre UN-Charta

Nach dem Zweiten Weltkrieg dauerte es nicht lange, ehe sich die Weltgemeinschaft ein neues Statut gab: die UN-Charta, die bereits am 26. Juni 1945 unterzeichnet wurde und am 24. Oktober 1945 in Kraft trat.

In der UN-Charta betont die Weltgemeinschaft das geteilte Ziel: „künftige Geschlechter vor der Geißel des Krieges zu bewahren“. Das ist leider nicht gelungen. Dennoch: Der Versuch, die Welt friedlicher zu machen, ist aller Ehre wert. Im Zentrum steht dabei der souveräne Staat – ein Paradigma des Völkerrechts seit der Westfälischen Ordnung von 1648. Drei Jahre nach der Gründung legt die Weltgemeinschaft mit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte nach: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen“.

Erkennen Sie das Problem, die Spannung, die zwischen Charta (1945) und Allgemeiner Erklärung der Menschenrechte (1948) besteht? Entdecken Sie den Konstruktionsfehler? Menschenrechte sollen immer und überall gelten, zugleich sollen Staaten souverän sein und Nichteinmischung ein Grundprinzip internationaler Beziehungen. Man will ja die Gefahr des Krieges bannen (denn nichts anderes als Krieg bedeutet „Einmischung“, wenn es hart auf hart kommt). Innerhalb ihrer Grenzen können diese Staaten dann quasi machen, was sie wollen, Menschenrechtsverletzungen inklusive.

Ein gegenwartshistorisches Phänomen lässt den Konstruktionsfehler nur noch stärker hervortreten: Nach dem Zusammenbruch der bipolaren Weltordnung (Mauerfall 1989, Ende der Sowjetunion 1991) hat sich der Begriff des Krieges gewandelt, von der gewaltsamen Auseinandersetzung souveräner Staaten hin zur Gewalt, die von nicht-staatlichen Gruppen bzw. gegen diese verübt wird. Eine besondere Rolle spielen dabei genozidale ethnische Konflikte wie etwa in Ruanda (1994). Es braucht heute keine offizielle Kriegserklärung mehr für Völkermord, Verfolgung und Vertreibung.

Ethnische Konflikte können dabei nur dort gewaltsam ausgetragen werden, wo der Staat nicht mehr als Ordnungsmacht präsent ist, weil er dies nicht mehr kann (failed state) oder will (rogue state). Es gibt keine Regelung in der Charta für Fälle dieser Art, geht diese doch – immer noch – von souveränen Staaten aus, die nicht nur willens, sondern auch in der Lage sind, selbstbestimmt die Staatsgeschäfte zu verrichten. Allerdings weisen die Resolutionen der Zeit nach 1989/91 darauf hin, dass der UN-Sicherheitsrat eine Bedrohung des Weltfriedens auch in Menschenrechtsverletzungen durch Staaten (besser: durch das Versagen von Staaten) erkennt und nicht nur in Kriegen zwischen zwei souveränen Staaten.

Dennoch bleibt die Spannung zwischen Souveränitätsgarantie und Menschenrechtsschutz bestehen. Sie soll – daran arbeiten die Vereinten Nationen seit 30 Jahren – zugunsten einer Interventionspolitik aufgelöst werden, bei der die Geltung der Menschenrechte im Vordergrund steht. Tenor ist, dass ein Staat seinen Anspruch auf Nichteinmischung verliert, wenn er seiner Verantwortung für die Menschenrechte nicht nach kommt. Dann geht diese Verantwortung auf die Weltgemeinschaft über, als eine Schutzverantwortung, englisch: responsibility to protect. Souveränität muss im Sinne einer Achtung und eines Schutzes der Menschenrechte verwirklicht werden und soll vor allem kein Schutzschild sein, hinter dem sich ein Staat verstecken, hinter dem er unbehelligt Menschenrechte verletzen kann.

Interventionen in eindeutigen Fällen von gerechtfertigtem Eingriff, also bei ethnischen Säuberungen und Völkermord, brauchen eine entsprechend unzweideutige Rechtsgrundlage. Bei allen skeptischen Vorbehalten gegen einen „Weltstaat“, eine „Weltregierung“ und eine „Weltpolizei“ denke ich an eine verbindliche Pflicht der Weltgemeinschaft, über den Sicherheitsrat klare Kriterien für Gründe, Verlauf, Ziel und Nachbereitung einer Intervention zu erarbeiten und in geeignete Rechtsform zu bringen, die auch zu Verfahrensfragen Regelungen trifft, damit die Graubereiche klarere Konturen bekommen und Unilateralismen wie die Nationale Sicherheitsstrategie der USA (2002) obsolet werden. Hier ist der Reformbedarf unverkennbar. Ein Vorschlag aus dem Jahre 2001, das Gutachten „The Responsibility To Protect“ der International Commission on Intervention and State Sovereignty, trägt dem Rechnung.
Hinzu kommt das Römische Statut des Internationalen Strafgerichtshofs (1998), das den bisher jüngsten institutionellen Schritt einer grundlegenden Transformation des modernen Völkerrechts im 21. Jahrhundert darstellt. Mit der strafrechtlichen Verantwortlichkeit natürlicher Personen und der – wenn auch zögerlichen – tatbestandlichen Berücksichtigung innerstaatlicher Konflikte wird an einem grundlegenden Prinzip des Völkerrechts gerüttelt: einer ausschließlich auf Nationalstaaten als souveräner Völkerrechtssubjekte basierenden Weltordnung, zugunsten eines klaren Bekenntnissen zum Schutz der Menschenrechte.

Josef Bordat stellte mir freundlicherweise diesen ausgezeichneten Beitrag zwecks Veröffentlichung in meinem Blog zur Verfügung.

Ralf Kennis

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Frieden stiftende Beziehungen https://magnifikat.de/2025/09/12/frieden-stiftende-beziehungen/ https://magnifikat.de/2025/09/12/frieden-stiftende-beziehungen/#respond Fri, 12 Sep 2025 09:57:22 +0000 https://magnifikat.de/?p=350 + Read More

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Frieden stiften in Beziehungen  BITTE HIER KLICKEN

Dies ist das Hauptkapitel meines bevorstehenden Buchprojekts.

Nach einer Reihe von Veröffentlichungen an dieser Stelle, die nicht in erster Linie der Frage nach der Aggressivität bzw. Gewaltbereitschaft von Menschen nachgeht (darüber gibt es bereits ganze Bibliotheken, z.B. zum Thema „gewaltfreie Kommunikation“), sondern die versucht, die Bedingungen auszuloten, die zum Frieden stiften führen können, die den Einsatz für Frieden begünstigen. Der Ruf nach immer mehr Waffen, nach der Wiedereinführung der Wehrpflicht, nach der wenig glaubhaften immer wieder heraufbeschworenen Schwäche der deutschen bzw. europäischen Verteidigungsfähigkeit (hauptsächlich von der Militärlobby) sollen hier gangbare Alternativen aufgezeigt werden (s. auch vorherige Beiträge meinerseits). Einige Kleinigkeiten sind noch zu überarbeiten.

Der Autor (Ralf Kennis) freut sich über Kommentare unter ralf(at)kennis.de 

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