Die Erwachsenen wollen uns nicht verstehen, „wir sollen Maschinen sein“

Heute aktueller denn je.

Eine 15jährige Schülerin schreibt in „Die Zeit“ (Nr. 34 v. 18. August 2011, S. 11) unter dem Titel „Mein Kopf ist voll“: „Auf dem Gymnasium wird uns beigebracht, uns eine eigene Meinung zu bilden, aber nicht, wie wir sie äußern und damit etwas bewirken können. Ich finde aber, wenn einen etwas stört, ganz egal, wie winzig es für jemand anderen sein mag, muss man dagegen kämpfen. Es mag für einige übertrieben klingen, aber die Schule nimmt mir gerade das Wichtigste, was ich besitze: meine Kindheit.“

An anderer Stelle sagt Yakamoz Karakurt, die auf ihrem Zeugnis überall nur einsen und zweien hat: „Aber ich frage mich, ob einige der Erwachsenen, die Entscheidungen für uns treffen, schon einmal versucht haben, sich in uns hineinzuversetzen? Damit meine ich jeden Erwachsenen, den es überrascht, was ich hier schreibe. Sie wissen nicht, wie es uns geht, weil sie es nicht wissen wollen. Wir sollen Maschinen sein, die funktionieren und das mindestens 10 Stunden am Tag. Aber funktionieren heißt nicht gleich lernen. Lernen bedeutet nämlich vor allem eins: Erfahrungen sammeln.“

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