Dem Populismus wie begegnen? ein Vorschlag

Mein Eindruck: In der öffentlichen Diskussion in Deutschland schlägt das das Pendel ­­­ nach der Trump-Wahl wieder in eine völlig andere Richtung aus: Verständnis zeigen für Befürchtungen und Ängste in der Bevölkerung angesichts eines wachsenden Populismus, der ziemlich schnell auch in Ausgrenzung und Abschottung gegenüber  Migranten, Andersdenkenden, usw. führt. Wer Ängste schürt, leistet dem Ganzen negativen Trend weiteren Vorschub.

Wesentlich effektiver ist meiner Meinung nach, dem Ganzen etwas Positives gegenüber zu stellen. Ängste oder Phobien kann und sollte man, so sagt die Psychotherapie, therapieren, behandeln und ihnen nicht nachgeben, sich ihnen nicht hingeben.

Sich ihnen zu verschließen oder sie zu ignorieren, bedeute jedoch, ihnen weiteren Vorschub zu leisten. Verständnis für die Menschen, die Ängste äußern, halte ich für richtig, jedoch könnten wir bei allem Mitgefühl auch Beispiele aus unserer positiven Lebenspraxis, von denen es sehr viele gibt, aufzeigen, wie z.B. die viel zitierte Willkommenskultur sowie die vielen Menschen, die sich nach wie vor für Flüchtende, Obdachlose, arme, kranke und alte Menschen engagieren..

Wenn ich höre, dass Europa, für dessen Einigkeit ich immer eingetreten bin, sich abschottet, schäme mich für mein Land und dieses Europa, das ganze Familien wieder abschieben oder den Familienzuzug begrenzen will und empfinde meine/unsere jahrelange Arbeit als überflüssig, unnütz, sollten sie wieder gehen müssen. Wovor oder vor wem müssen wir uns eigentlich „schützen“? Schützen muss man sich doch vor Überfällen, vor Aggressoren. Das sind aber nicht die flüchtenden Menschen. Insofern finde ich Merkels Politik nach wie vor gut und richtig. Natürlich müssen wir mehr Anstrengungen unternehmen, die Ursachen der Flucht zu beseitigen, damit die Menschen in ihren eigenen Ländern eine Perspektive für sich und ihre Familien bekommen.

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